Bogenholz


Leider ist die Eibe (Taxus baccata) in Deutschland vollkommen geschützt. Selbst im eigenen Garten ist das Fällen nicht statthaft. Wieder einmal beweist sich hierin der Schwachsinn des überreglementierten dt. Staatsgebildes. Was bleibt sind die sogenannten "Whitewoods" – also die "weißen Hölzer". Unter diesem Oberbegriff werden gemeinhin alle Hölzer außer Eibe und Osage orange zusammengefaßt – recht unabhängig von deren tatsächlicher Farbe.
Die nachfolgenden Bilder zeigen einen Stoß Bogenholz, der im Frühjahr 2007 gefällt wurde; es handelt sich dabei um Robinie und Ahorn. Nach dem Spalten in Staves und Billiets, sowie dem Formatisieren mit dem Beil, folgt deren mehrjährige Lagerung in angepaßter Feuchtigkeit. Erst nach vier bis fünf Jahren ist das Holz soweit, daß ein Bogen daraus enstehen kann.

3D-photo [left=red, right=cyan], some fresh bow wood, Locust and Maple    © Falk 2007   3D-Foto, links: rot, rechts: cyan

Maple stave being split    © Falk 2007   Spalten des Bogenholz in Staves, hier ein Ahorn.

Sketch of handle-section in a Maple stave. This will be a true character bow.    © Falk 2007
Griffstückskizze auf einem Ahorn Stave. Was andere wegschmeißen oder zumindest in-Form-Dämpfen oder zu Billets reduzieren würden, wird bei mir nach Möglichkeit, so wie gewachsen, am Stück verarbeitet! Das nenne ich "Respekt vor der Natur haben" und das wird ein Charakterbogen par excellence ...!

Locust and Maple staves from the 2007 harvest are waiting for their seasoning.    © Falk 2007   Robinien und Ahorn-Staves der Ernte 2007 warten auf die Einlagerung.


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